Das oder dass?

Die richtige Dosierung des "s"

Was ein „s“ nicht so alles anrichten kann: Lässt man es weg oder fügt man es hinzu, ist es in der Lage, den Sinn eines Wortes oder eines ganzen Satzes zu verfälschen! Vor allem bei „dass“ und „das“ passiert das recht häufig, aber sie haben einfach nicht die gleiche Bedeutung: Das weißt du sicher. 

Auch wenn du weißt, dass es einen Unterschied gibt, weißt du vielleicht nicht, wann du welche Variante benutzen sollst – und du bist nicht allein! Deswegen möchte ich dir hier erklären, was der Unterschied zwischen „das“ und „dass“ ist, damit du in Zukunft nicht nur auf Verdacht das „s“ setzt oder weglässt, sondern dieses (selbst-)bewusst einsetzen kannst 🙂

Und was ich dir versprechen kann: wenn du die Regeln einmal verinnerlicht hast, geht es ganz schnell in Fleisch und Blut über!

 

Regeln für "das" oder "dass"

Der Unterschied zwischen "das" und "dass"

„Das“ und „dass“ unterscheiden sich erst einmal in ihrer Wortart

  • „das“ mit einem „s“ ist ein Artikel oder ein Pronomen
  • „dass“ mit Doppel-s ist eine Konjunktion, die Wörter oder Satzteile zu einem Satz verbindet

"Das" mit einem "s"

„Das“ in der Funktion eines Artikels ist in der Regel sehr leicht zu merken:

  • Das Auto, das Haus, das Pferd, das Alpaka.
 

Verwirrend wird es, wenn „das“ nach einem Komma steht und sich auf etwas bezieht. Dann wird „das“ von einem Pronomen zu einem Relativpronomen, weil es sich auf den Gegenstand, das Tier etc. bezieht, das vorher genannt wurde. Ein Beispiel:

  • Das Lied, das mir sehr gut gefällt.

Um sicher zu gehen, kannst du überprüfen, ob du „das“ durch „welches“, „jenes“ oder „dieses“ ersetzen kannst, ohne, dass der Satz plötzlich an Sinn verliert: 

  • Das Lied, welches mir sehr gut gefällt.


Ich würde sagen: Das klingt auf jeden Fall sinnvoll 🙂

 

Wann und warum ist ein professionelles Lektorat wichtig?

Erfahre dazu mehr in dieser Podcastfolge!

Das mit einem Doppel-s

„Dass“ verbindet, wie bereits erwähnt, Wörter und Satzteile zu einem ganzen Satz miteinander. Das sieht dann zum Beispiel so aus:

  • Ich wusste ganz genau, dass mein Buch ein Erfolg wird!
  • Mir war nicht klar, dass mir ein Lektorat so sehr helfen würde!
 

Auch hier kannst du mit den Wörtern „jenes“, „dieses“ oder „welches“ prüfen. Ersetze „dass“ und du wirst merken, wie wenig Sinn der Satz plötzlich ergibt:

Vor „dass“ steht dann auch ein Komma, das Haupt- und Nebensatz voneinander trennt. „Dass“ muss dabei aber gar nicht hinter dem Komma stehen, sondern kann auch am Anfang platziert werden. Hier ein Beispiel, wenn „dass“ einmal am Anfang und einmal hinter dem Komma steht, aber mit der gleichen Aussage:

  • Dass ich einen Schreibkurs gebucht habe, hat mir echt geholfen!
  • Mir hat es echt geholfen, dass ich einen Schreibkurs gebucht habe!
 
Prüfe auch hier gerne mit dem Trick 17 und füge mal „welches“ z. B. ein. 

Spoiler:
Der Satz ergibt dann auch hier keinen Sinn 😉

 

Das oder dass – eine Eselsbrücke

Zum Schluss möchte ich dir noch eine Eselsbrücke mit auf den Weg geben, die sehr häufig verwendet wird und vor allem sehr eingängig ist:

 

 

"Das s im das, es bleibt allein, passt dieses, jenes, welches rein."

Tipp: Schreibe Beispiele für "das" und "dass" auf und lerne automatisch dazu 🙂

Und wenn du keine Lust hast, kannst du gerne ein Lektorat oder Korrektorat bei mir buchen! Ich freue mich auf deine Nachricht!

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