So kannst du deine Kreativität trainieren

Ich gehörte schon immer zu den Leuten, die sich selbst und von anderen als kreativ wahrgenommen wurden. Ich habe immer spontan alles aufgeschrieben was mir in den Sinn kam: Zeichnungen, Geschichten, Wortspiele etc. Doch irgendwann kommt der Punkt, an dem man beruflich bedingt kreativ sein MUSS; sei es als Designer, Texter oder einem anderen Beruf, in dem man gefühlt auf Knopfdruck mal eben die eine super Headline oder die perfekte Grafik erstellen muss. 

Als ich Hardcore-Latein für mein Studium lernen musste (Und auch wollte, es war einfach verdammt spannend), war ich dennoch lange Zeit davon überzeugt, dass man ein unheimlich logisches Denken haben muss, um da durchzusteigen. Ähnlich wie bei Mathe. Ganz nach dem Motto: Man muss schon mit der Fähigkeit geboren sein, um das zu können. Jain. Mathe kann ich zwar heute noch nicht, und Latein könnte sicher auch noch ein bisschen besser sein; dennoch denke ich heute, dass man sich vieles mit der richtigen Technik aneignen kann  – auch Kreativität! Man muss nur

  • Bock auf die Sache haben
  • etwas Geduld haben
  • recherchieren, Ideen und Inspiration holen
  • ausprobieren!

Die Gegend bewusst erkunden

Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, zum Beispiel das Herstellen (un)möglicher Verbindungen. Das geht, indem du dir drinnen oder draußen bewusst seine Umgebung in all seinen Bestandteilen anschaust. Ich gehe am liebsten raus, denn dort besteht die größte Chance auf Entdeckungen, da dort mehr Willkür herrscht als im selbst eingerichteten Zuhause. Ich persönlich höre bei meinen Entdeckungstouren gerne Musik, manchen hilft es vielleicht mehr, die Gegend auch auditiv wahrzunehmen. Ich bin sehr visuell gesteuert, Umgebungsgeräusche sind für mich persönlich eher ein Störfaktor. Meine Lieblingsmusik im Ohr unterstützt mich da eher  – finde heraus, wie du Dinge am besten wahr- und aufnehmen kannst.  

Und was machst du dann? Jetzt geht es darum, Dinge herauszufiltern. Das kann das große Ganze sein oder auch kleinste Elemente und Teile, diese ergänzt du dann um andere Dinge und Elemente aus der Umgebung oder auch aus deinem Kopf. Die Kombinationen müssen keinen Sinn ergeben  – deswegen (un-)mögliche Verbindung  –, es geht darum, dass dein Gehirn in den kreativen Modus kommt. Einen Sixpack bekommt man schließlich auch nicht nach einmal trainieren und zu Beginn führt man die Übungen auch nicht perfekt aus. Das Anfangen zählt, um den Kreativmuskel dauerhaft zu trainieren und auszubilden. Zwei plakative Beispiele:

  • Du siehst einen Eimer vor einer Mauer stehen. Male (gedanklich) ein Pferd hin, dass aus dem Eimer frisst (Wenn es deine Mauer ist, kannst du diese auch wirklich bemalen 🙂 )
  • Du siehst im Café eine Torte, der bereits ein Stück fehlt? Denke dir Punkte dazu, dann ist es Pacman (Der Klassiker unter den Beispielen)
  • usw.
 

Auch mit Worten Kombinationen schaffen

Jetzt wird es vor allem für Texter interessant. Auch wenn die visuellen Übungen bei der Kreativität im Allgemeinen sehr hilfreich sind, kannst du auch mit Worten selbst trainieren. Hier kannst du dir willkürlich zwei Worte nehmen  – ich schlage hier einfach im Wörterbuch blind zwei Seiten auf und nehme dann die Wörter, auf  denen mein Finger landet. 

Zugegeben: Manche Kombinationen sind fast gar nicht möglich, aber wie gesagt, geht es darum, den Kreativmuskel zu trainieren  – und hier ist alles erlaubt! Also sei nicht frustriert, wenn dir auch mal gar nichts einfällt. Dann suchst du dir einfach zwei andere Wörter. Hier kannst du überlegen, was die typischen Merkmale der Verhaltensweisen des Wortes sind. Hier ein Beispiel:

Wort 1: Kuh – Widerkäuer, kaut

Wort 2: Autoreifen – ist aus Gummi 

Mögliche Kombination: Kaugummi

Das Beispiel ist sehr plakativ, soll aber die Technik etwas klarer machen. Ein bisschen mehr Fleisch hat mein nächstes Beispiel, das meinem Hirn entsprungen ist. 
Manchmal nehme ich mir ein Wort und überprüfe dieses darauf, ob es einem anderen Wort ähnelt und versuche dann, diese in ihrer Bedeutung, dem Klang usw. zu verknüpfen.  Hier ist mein Lieblingsbeispiel, das du auch auf meiner Startseite findest. Die Idee entstand hier aus einem einzigen Wort, mit dem ich mich gedanklich etwas mehr beschäftigt habe. Hier bin ich vor allem auf den Klang des Wortes eingegangen  – ich heiße dich ganz exklusiv willkommen in meinen Kopf: 

  • Physiker – Phüsiker – phü – fühl – Fühliker! Das ist die Wissenschaft der Emotionen. 

Jetzt du!

Die Kombinationsmöglichkeiten sind so vielfältig wie bei Legosteinen; ein Mathematiker würde bei der Berechnung vermutlich auf eine beachtliche Zahl kommen. Denn am Ende lässt sich eigentlich alles kombinieren – lasst uns all diese Kombinationen entdecken und (un-)mögliche Verbindungen herstellen! 🙂  

Ich hoffe auch, ich konnte dir hier einen kleinen Anstoß geben, der dich dazu bringt, kreativer zu werden. Das sind Methoden, die bei mir funktionieren, das heißt natürlich nicht, dass diese auch bei dir greifen (ich hoffe natürlich, dass dir diese kleinen Tipps helfen 🙂 ). 

Auch bei Schreibblockaden habe ich (für mich und hoffentlich auch für dich) eine gute Methode gefunden, diese zu lösen. Schau mal hier, ob meine Tipps auch deine Schreibblockaden lösen können!

Ich habe vieles selbst ausprobiert, mich von anderen Beiträgen, Menschen und Büchern inspirieren lassen, vieles kombiniert und diese Methoden als die geeignetsten für mich entdeckt. Aber natürlich lernt man nie aus, und das möchte ich auch gar nicht! Also, welche Techniken hast du? Gibt es Methoden, die dir helfen, deine Kreativität zu steigern oder sogar in einen bewussten Prozess zu verwandeln? Ich freue mich über deine Tipps!

Du brauchst noch einen letzten Feinschliff?

Die Technik hat bei dir voll angeschlagen und du hast jetzt einen fertigen Blogartikel, Über-mich-Text oder auch endlich deine Haus-, Bachelor- oder Masterarbeit fertig geschrieben? Oder sogar dein Sach- oder Fachbuch? In dem ganzen Schreibwust setzt ganz schnell die Betriebsblindheit ein; ein Lektorat und/oder Korrektorat kann helfen, deiner Arbeit den letzten Feinschliff zu verpassen. Dabei unterstütze ich dich sehr gerne!

 

Lass uns zusammen arbeiten!

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